Rohrendorfer Marille

Kosten Sie den Unterschied.

Gut zu wissen    

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Und davon gibt es eine Menge...

  

Was kosten Rohrendorfer Marillen? Kurz gesagt: Bei uns ist der Preis ist ein Tagespreis und variiert etwas. Er bewegt sich erfahrungsgemäß um die 3 Euro für ein Kilogramm selbst geernteter Rohrendorfer Marillen.  


Spritzen wir unsere Marillen mit chemisch-synthetisch hergestellten Mitteln? Nein, wir haben "unbehandelte" Marillen.  Mehrere Bienenvölker sind seit etlichen Jahren Dauergast bei uns. Blühstreifen, organischer Dünger und mehrmaliges Mulchen sind keine Fremdwörter für uns.


Welche Sorten haben wir? Wir haben vor allem die Klosterneuburger Marille - also DIE Hauptsorte in unserer Gegend.  Vor ein paar Jahren  pflanzten  wir auch andere Marillensorten und sind gespannt wie diese schmecken werden...


Wann ist die Marillenblüte? Bedingt durch den Klimawandel immer früher und mit teils großen Unterschieden von Jahr zu Jahr! Meist in der Zeit zwischen dem 25. März und 5. April (im Raum Krems - Rohrendorf).  Je nach Wetter dauert diese zirka 7 bis 14 Tage.  


Erntebeginn und Erntedauer?  Variiert durch das Wetter etwas. Die Haupternte startet bei UNS (Raum Krems / Rohrendorf) oft zwischen dem 1. und 5.  JULI und dauert etwa 2 Wochen, da wir nur eine Hauptsorte haben. Wir geben den genauen Zeitpunkt früh genug auf unserer Homepage bekannt. 

Achtung: Die Marillenernte beginnt im Anbaugebiet der Wachauer Marille NICHT überall zur selben Zeit. Unser Gebiet (Raum Krems - Rohrendorf) ist immer das früheste. Im Raum Spitz - Arnsdorf etwa beginnt die Ernte erst 2 Wochen später !  


Wie selber pflücken?  Es ist ganz einfach, ähnlich wie in einem Erdbeerland.  Wir sind vor Ort und erklären Ihnen, wie Sie am besten Ihre Marillen ernten und welche Dinge Sie beachten sollten. Für 6 kg benötigen Sie zirka 15 Minuten. Von säurebetonten bis vollreifen Marillen ist alles vorhanden - Sie entscheiden. Die Ernte darf ausschließlich vom Boden aus erfolgen (keine Leiter) - für höher gelegene Marillen bekommen Sie auf Wunsch eine Pflückstange / Pflückhilfe. 


Wann eine Marille reif ist? Faustregel: wenn sie relativ leicht vom Ast gepflückt werden kann (Sie spüren dies in Ihren Händen). Vollreife Marillen liegen immer am Boden und eignen sich besonders gut für Marmelade.  


Marillen für Maische? Ja, in sehr beschränktem Ausmaß. Rechtzeitig anfragen ! 

 

Größe unserer Gärten?   Sehr klein und überschaubar. Großes Hobby beschreibt es wohl am besten. 


Durchkosten erlaubt?  Ja, natürlich. Ist sogar erwünscht.  


Reservierung/Voranmeldung von Marillen notwendig ? Ja.


Übernachtungsmöglichkeiten?  Nicht bei uns, aber Sie finden eine Menge in Rohrendorf und in Krems.  


Sehenswürdigkeiten, Tipps und Allerlei?  Wir empfehlen Ihnen wärmstens die Internetseite www.lustaufkrems.com als Insidertipp. Gut finden wir auch www.waldviertel.at und www.donau.com.  


Wo kann ich einen Marillenbaum kaufen?  Baumschule Oswald, 3495 Rohrendorf, An der Bahn 117,  Tel.: +43 (0) 2732 / 71701,  die Internetadresse ist www.baumschule-oswald.at


Wann soll ich einen Marillenbaum setzen?  Im Frühjahr oder Herbst. Wir persönlich haben keine Präferenz. Wir gönnen unseren Bäumen beim Einsetzen immer einen Kübel Wasser (ca. 5 - 10 Liter) und eine Handvoll Dünger (in jeder Gärtnerei erhältlich), bevor wir sie wieder mit Erde zuschütten.  


Wann und wie schneide ich einen Marillenbaum? Am besten etwas nach der Ernte (Monat August). Lernvideos zum Baumschneiden und mehr finden Sie HIER.


"Marün"? Typischer niederösterreichischer Mundartausdruck für Marillen.  


Haltbarkeit von Marillen?  Bei der Klosterneuburger Marille sehr gering. 


Versand von Marillen per Post?  Leider nein. Aufgrund der Haltbarkeit und Transportdauer ist dies nicht möglich.


Kochrezepte mit Marillen? Sehr gutes Marillenknödelrezept gibts HIER, etliche andere finden Sie, wenn Sie HIER klicken. 


Liegen wir im Anbaugebiet der Original Wachauer Marille? Ja.


Haben wir die Hauptsorten der Wachauer Marille?  Ja, das ist die Klosterneuburger Marille. Übrigens die Hauptsorte bei uns. Wir haben vor einigen Jahren auch andere Sorten gepflanzt und schauen, wie diese sich entwickeln...


Dürfen wir unsere Marillen als Wachauer Marillen verkaufen? Tja, heiß diskutiertes Thema. Da müssen wir etwas ausholen... 


Also, unser Wissensstand dazu ist folgender: bis 2018 haben wir unsere Marillen als "Wachauer Marillen" bezeichnet und verkauft - und es sind noch immer die selben Marillenbäume, die wir bearbeiten :-). Trotzdem dürfen wir unsere Marillen ab 2019 nicht mehr als Wachauer Marillen benennen oder verkaufen.  Wie so etwas möglich ist? 

Um Marillen als  "Wachauer Marillen" bezeichnen zu dürfen, so wurde uns gesagt, benötigt man einfach gesagt 3 Voraussetzungen, nämlich:

1.) bestimmte "alte" Sorten (z.B.  Klosterneuburger Marillen) - diese Voraussetzung haben wir!

2.) muss man im Anbaugebiet der Wachauer Marille liegen - diese Voraussetzung haben wir!

.... und jetzt kommt´s ....

3.) muss man sich a) von einer Kontrollstelle (z.B. SGS Austria) überprüfen lassen oder b) man ist Mitglied im "Verein zum Schutz der Wachauer Marille" - hier werden nach dem Zufallsprinzip einzelne Mitglieder überprüft - diese Voraussetzung haben wir seit 2019 NICHT mehr.

Bis 2018 waren wir Mitglied im "Verein zum Schutz der Wachauer Marille", wurden mehrmals überprüft und haben immer problemlos bestanden. Wir wollten allerdings auf Grund des bürokratischen und zeitlichen Mehraufwandes nicht mehr mitmachen und sind freiwillig und auf eigenen Wunsch ausgeschieden.  

Das bedeutet, so unser Wissensstand, dass wir unsere Marillen wegen Punkt 3 nicht mehr als Wachauer Marillen bezeichnen dürfen. Alles klar ;-) ? 


Dieser (nicht unumstrittene) Punkt der Kontrolle findet sich auch im Patent zur Wachauer Marille - klicken Sie bitte HIER.  

Und dieser Punkt treibt in seiner Ausformung natürlich seltsame Blüten....  Ein fiktives Beispiel: Eine 75jährige Dame aus Dürnstein, die Ihre 5 alten Marillenbäume (von der Sorte Klosterneuburger Marille) neben der blauen Kirche in Dürnstein bewirtschaftet,  nicht bei Verein ist bzw. sich nicht selbst überprüfen lässt, dürfte diese nicht als Wachauer Marille bezeichnen...  


Klimawandel? Ja! Wir überblicken (nicht nur bei den Marillen) die letzten 40 Jahre, es gibt unbestritten Veränderungen. Einige davon bei den Marillen(bäumen) wollen wir Ihnen hier näher bringen...


1.) Zeitpunkt Marillenblüte 

Die Marillenblüte findet immer früher statt. Der frühere Zeitpunkt bewirkt natürlich, dass die Gefahr eines Spätfrostes steigt- wir haben eben dadurch mehr Tage, in der Nacht zu kalt sein kann. 

Dies war auch heuer (Jahr 2020) leider so. Sehr große Ernteausfälle im gesamten Anbaugebiet der Wachauer Marille sind die Folge.


2.) Erntezeitpunkt und Erntedauer

Blickt man etwas weiter zurück, so fällt auf dass sich der Beginn der Ernte massiv nach vorne geschoben hat. In den 1980/90er Jahren starteten wir mit der Ernte in der letzten (!) Juli Woche. Im Vergleich zu jetzt also zirka 3 bis 4 Wochen später (!).

Die Ernte selbst ist kürzer, da es immer heißer wird. Diese Hitze bewirkt eben, dass die Früchte nicht nur früher, sondern auch in viel kürzerer Zeit in viel größeren Mengen vom Baum fallen - man also weniger Zeit für die Ernte hat und mit der Arbeit nicht nachkommt... 


3.) Zu wenig Niederschlag

Seit einigen Jahren muss man in unserer Gegend (Krems und angrenzende Gebiete) nicht nur junge Anlagen, sondern immer öfters auch alte, robuste Bäume künstlich bewässern, da zu wenig Niederschlag fällt. Dieser geringe Regen bewirkt, dass die Marillen eine kleine(re) Größe erreichen und verschrumpelt sind -  der Marillenbaum eben eine Notreifung durchmacht. 

Hilft man mit einer künstlichen Bewässerung nicht nach, hat der Baum Dauerstress, ist weniger robust und stirbt früher. Durch die geringe Nähe zur Donau haben wir in unserer Gegend (noch) genug Grundwasser. Das schaut beispielsweise in Teilen vom Weinviertel ganz anders aus.


4.) Junge Anlagen - fast nur mehr künstlich bewässert sinnvoll

Jung eingesetzte Bäume benötigen gerade in den Anfangsjahren verlässlich Wasser - immer mehr Marillenbauern setzen auf künstliche Bewässerung (z.B. Tröpfchenbewässerung)  oder müssen jedes Jahr aufs neue zittern, ob genügend Niederschlag fällt. Im Extremfall sterben viele junge Bäume, wenn keine Bewässerung erfolgt - und das passiert auch laufend, leider.


5.) Dynamische Entwicklung

Viele Menschen, auch wir, haben das Empfinden, dass die heißen Sommer bzw. die heißen Phasen immer schneller und häufiger wiederkehren - "sich eine neue Dynamik entwickelt hat, die wir vor 5 Jahren noch nicht vorausgesehen haben" (Alexander Van der Bellen, 2019). 


Die vorherigen Ausführungen sollen kein Jammern sein. Es soll Ihnen zeigen, dass es unbestritten Veränderungen gibt. 


Heurige (Buschenschank)? Einen Heurigenkalender (sogenannte "Top-Heurige") finden sie unter www.top-heuriger.at.  Sie können in unserer Gegend die Weinbaugebiete "Kremstal", "Kamptal" oder "Wachau" verwenden. Mit dem Auto, aber auch mit dem Rad, ist von Rohrendorf aus alles (sehr) schnell erreichbar und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wenn Sie gleich in Rohrendorf bleiben wollen, finden Sie den aktuellen Heurigenkalender HIER.


Zwei der subjektiv besten Heurigen in unserer Gegend, die wir Ihnen unbedingt empfehlen möchten, sind: 


1.) Bioweingut Harm

Am Brunnen 14

A-3508 Krustetten

Tel.: 02739 / 2520

www.weinschwaermer.at (Der Innenhof is a Traum!)


2.) Weingut Kitzler 

Untere Hauptstraße 53

A-3495 Rohrendorf

Tel.: 02732 / 79686

www.loess.at (Hier können Sie am Winzerhof auch gleich nächtigen und den kleinen, feinen Wellnessbereich genießen)


Bei beiden Heurigen empfehlen wir eine Reservierung.