Marillen aus Rohrendorf 

Kosten Sie den Unterschied

Gut zu wissen                                                                                                           


Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Und davon gibt es eine Menge...


Was kosten Rohrendorfer Marillen zum Selberpflücken ? Kurz gesagt: Bei uns ist der Preis ist ein Tagespreis und variiert etwas, auch nach der Erntemenge. Er bewegt sich erfahrungsgemäß zwischen drei und vier Euro für ein Kilogramm selbst geernteter Rohrendorfer Marillen.  


Brauche ich eine Voranmeldung bei der Ernte, um vorbeizukommen ?  Ja, bitte. Nur so kommen Sie sicher an Ihre Marillen und stehen beispielsweise nicht vor einem verschlossenen oder abgeerntetem Garten.


Bekommt man auch gepflückte Marillen ?  Ja, gerne. Wir benötigen bitte eine Vorbestellung von Ihnen. Wir antworten dann zurück, ob wir Ihre Bestellung erfüllen können oder nicht.


Wie lange brauche ich beim Selberpflücken ? Faustregel: Eine Person braucht pro Schachtel (ca. 6 kg) etwa 15 bis 20 Minuten, wobei wir große Zeitunterschiede beim Pflücken von unseren Besuchern erlebt haben.

 

Erntebeginn und Erntedauer ? Variiert durch das Wetter etwas. Die Haupternte startet bei uns (Raum Krems / Rohrendorf) oft zwischen dem 1. und 5. JULI und dauert etwa 2 bis 3 Wochen, da wir nur eine Hauptsorte haben.
Vor ein par Jahren haben wir auch andere Sorten gesetzt und hoffen dadurch bald das Erntefenster vergrößern können. Den genauen Zeitpunkt geben wir jedes früh genug auf unserer Homepage bekannt.

Achtung: Die Marillenernte beginnt im Anbaugebiet der Wachauer Marille NICHT überall zur selben Zeit. Unser Gebiet (Raum Krems - Rohrendorf) ist immer das Früheste. Im Raum Spitz etwa beginnt die Ernte erst 2 Wochen später !  


Spritzen wir unsere Marillen mit chemisch-synthetisch hergestellten Mitteln ? Nein, wir haben "unbehandelte" Marillen.  Etwa zehn glückliche Hühner sind seit Jahren Dauergast bei uns. Organischer Dünger, mehrmaliges Mulchen und Blühstreifen sind keine Fremdwörter für uns. Biologisch zertifiziert sind wir allerdings nicht. 


Wo liegt unser Marillengarten ? Unser Hauptgarten befindet sich in 3495 Rohrendorf. Biegen sie in Rohrendorf GEGENÜBER der Neustifterstraße 62 in die Sackgasse ein, am Ende sehen sie bereits den Parkplatz. Unsere anderen Gärten erklären wir Ihnen gerne am Telefon. 


Durchkosten erlaubt ?  Gerne.  Sollten Sie nur zum Naschen kommen, ist das auch möglich. Wir finden eine individuelle Lösung.


Wie selber pflücken ?  Es ist ganz einfach, ähnlich wie in einem Erdbeerland.  Wir sind vor Ort und erklären Ihnen, wie Sie am besten Ihre Marillen ernten und welche Dinge Sie beachten sollten. 

Von säurebetonten bis vollreifen Marillen ist alles vorhanden - Sie entscheiden. Die Ernte darf ausschließlich vom Boden aus erfolgen (keine Leiter) - für höher gelegene Marillen bekommen Sie auf Wunsch eine Pflückstange / Pflückhilfe. In unserem jüngsten Marillengarten sind viele Marillen vom Boden aus erreichbar.


Wann ist eine Marille reif ? Faustregel: wenn sie relativ leicht vom Ast gepflückt werden kann (Sie spüren dies in Ihren Händen). Übrigens:  Die süßesten Marillen liegen immer am Boden und eignen sich besonders gut für Marmelade.  Sie sind sich nicht sicher ob die Marille reif ist ? Nehmen Sie die Marille vom Baum und beißen Sie rein !


Welche Sorten haben wir ? Wir haben vor allem die Klosterneuburger Marille - also DIE Hauptsorte in unserer Gegend (Anbaugebiet der Original Wachauer Marille).  Vor ein paar Jahren  pflanzten  wir auch andere Marillensorten und sind gespannt wie diese schmecken werden...


Wann ist die Marillenblüte ? Bedingt durch den Klimawandel immer früher und mit teils großen Unterschieden von Jahr zu Jahr! Meist in der Zeit zwischen dem 25. März und 5. April (im Raum Krems - Rohrendorf).  Je nach Wetter dauert diese zirka 7 bis 14 Tage.  


Marillen für Maische ? Ja, in sehr beschränktem Ausmaß. Rechtzeitig anfragen ! 

 

Größe unserer Gärten ?  Klein und überschaubar. Großes Hobby beschreibt es wohl am besten. 


Übernachtungsmöglichkeiten ?  Nicht bei uns, aber Sie finden eine Menge in Rohrendorf und in Krems.  


Sehenswürdigkeiten, Tipps und Allerlei ?  Wir empfehlen Ihnen wärmstens die Internetseiten www.lustaufkrems.com und weinbergwandern.at als Insidertipps. Gut finden wir auch www.waldviertel.at und www.donau.com

Die Homepage der Gemeinde Rohrendorf finden Sie  unter www.rohrendorf.at - wissenswertes zu der angrenzenden Stadt Krems bekommen Sie hier. Infos zur Original Wachauer Marille erhalten Sie  hier oder hier.


Wo kann ich einen Marillenbaum kaufen ?  Am besten hier: Baumschule Oswald, 3495 Rohrendorf, An der Bahn 117,  Tel.: +43 (0) 2732 / 71701,  die Internetadresse ist www.baumschule-oswald.at. Die Obstbäume werden nur im Frühjahr und Herbst verkauft.


Wann soll ich einen Marillenbaum setzen ?  Im Frühjahr oder Herbst. Wir persönlich haben keine Präferenz.  Beim EInsetzen gönnen wir den Bäumen immer einen Kübel Wasser (ca. 5 - 10 Liter) und eine kleine Handvoll Dünger, bevor wir sie wieder mit Erde zuschütten.  


Wann und wie schneide ich einen Marillenbaum ? Am besten etwas nach der Ernte (Monat August) oder im Stadium der "weißen Knospe" (kurz vor der Blüte). Lernvideos finden Sie im Internet etliche. Schauen Sie etwa bei der Baumschule Schreiber hier vorbei.


"Marün" ? Typischer niederösterreichischer Mundartausdruck für Marillen.  


Haltbarkeit von Marillen ?  Bei der Klosterneuburger Marille sehr gering. 


Versand von Marillen per Post ?  Leider nein. Aufgrund der Haltbarkeit und Transportdauer ist dies nicht möglich.


Liegen wir im Anbaugebiet der Original Wachauer Marille ? Ja.


Haben wir die Hauptsorte der Original Wachauer Marille ?  Ja. Das ist die Klosterneuburger Marille - auch unsere Hauptsorte. 


Haben wir unsere Marillen bis 2018 als Original Wachauer Marille verkauft ? Ja.


Dürfen wir aktuell unsere Marillen als Original Wachauer Marillen verkaufen ?  Nein.


Klingt kompliziert, warum ist das so ? Dazu müssen wir etwas ausholen...  


Also: Um Marillen als  "Wachauer Marillen" bezeichnen zu dürfen, so wurde uns gesagt, benötigt man  drei Voraussetzungen, nämlich:

1.) Man muss bestimmte "alte" Sorten von Marillenbäumen haben (z.B.  Klosterneuburger Marillen) haben - diese Voraussetzung haben wir.

2.) Man muss im Anbaugebiet der Wachauer Marille liegen - diese Voraussetzung haben wir.


Und jetzt kommt es...

3.) Man muss a) als Einzelperson von einer Kontrollstelle (z.B. SGS Austria) überprüfen lassen oder b) man ist Mitglied in im in einem Verein wie dem "Verein zum Schutz der Original Wachauer Marille" oder einer andern entsprechenden Vereinigung. Hier werden nach dem Zufallsprinzip einzelne Mitglieder überprüft - diese Voraussetzung haben wir seit 2019 NICHT mehr.

Bis 2018 waren wir über mehrere Jahre Mitglied im "Verein zum Schutz der Original Wachauer Marille". Wir wurden in den Mitgliedsjahren mehrmals überprüft und haben immer problemlos bestanden. Allerdings wollten wir auf Grund des bürokratischen und zeitlichen Mehraufwandes nicht mehr mitmachen und sind freiwillig und auf eigenen Wunsch ausgeschieden.  

Das bedeutet, so unser Wissensstand, dass wir unsere Marillen wegen Punkt 3 nicht mehr als Wachauer Marillen bezeichnen dürfen. Alles klar ? 

Dieser (in der Praxis nicht unumstrittene) Punkt der Kontrolle findet sich auch im Patent zur Wachauer Marille - klicken Sie bitte hier.  

Und dieser Punkt treibt in seiner Ausformung natürlich seltsame Blüten....  Folgendes Gedankenspiel: Eine 75jährige Dame aus Dürnstein, die Ihre 5 alten Marillenbäume (von der Sorte Klosterneuburger Marille) neben der blauen Kirche in Dürnstein bewirtschaftet,  nicht bei einem Verein wie den oben genannten ist bzw. sich nicht selbst überprüfen lässt, darf diese NICHT als Wachauer Marille bezeichnen. 


Auswirkungen durch den Klimawandel ? Ja, leider. Wir überblicken (nicht nur bei den Marillen) die letzten 40 Jahre, es gibt unbestritten Veränderungen. Einige davon bei den Marillen(bäumen) wollen wir Ihnen hier näher bringen... 


1.) Frühe Marillenblüte - erhöhte Frostgefahr

Die Marillenblüte findet durch die Klimaerwärmung oft früher (z.B. Mitte März statt Anfang April) als gewohnt statt. Der frühere Zeitpunkt bewirkt, dass die Gefahr eines Spätfrostes steigt. Es gibt eben nach der frühen Blüte mehr Nächte, in denen es kalt sein kann. Ab minus 2 bzw. minus 3 Grad in der Nacht wird es kritisch, Nächte mit minus 5 Grad oder mehr bewirken einen sehr großen Schaden, meist einen Totalausfall. Das war auch in unserem jungen Garten mit niedrigen Bäumen 2022 der Fall.


2.) Erntezeitpunkt und Erntedauer

Blickt man etwas weiter zurück, so fällt auf dass sich der Beginn der Ernte massiv nach vorne geschoben hat. In den 1980/90er Jahren starteten wir mit der Ernte in der letzten (!) Juli Woche. Im Vergleich zu jetzt also zirka 3 bis 4 Wochen später.

Die Ernte selbst ist kürzer, da es immer heißer wird. Diese Hitze bewirkt eben, dass die Früchte nicht nur früher, sondern auch in viel kürzerer Zeit in viel größeren Mengen vom Baum fallen - man also weniger Zeit für die Ernte hat und mit der Arbeit schwer oder nicht nachkommt. 

Alternativ setzen daher immer mehr Marillenbauern  auf mehrere Sorten, die zeitlich hintereinander reifen....


3.) Lange Wärme-, Hitzeperioden; Regenpausen

Seit Jahren muss man in unserer Gegend (Krems und angrenzende Gebiete) nicht nur junge Anlagen, sondern immer öfters auch alte, robuste Bäume künstlich bewässern, da es immer wärmer/heißer wird und öfters für längere Zeit kein (nennenswerter) Regen fällt. Ohne künstliche Bewässerung besteht die Gefahr, dass die Marillen eine kleine(re) Größe erreichen und verschrumpelt sind -  der Marillenbaum eben eine Notreifung durchmacht. 

Hilft man nicht mit einer künstlichen Bewässerung nach hat der Baum Dauerstress, ist weniger robust und stirbt früher. Durch die geringe Nähe zur Donau haben wir in unserer Gegend (noch?) genug Grundwasser. Das schaut beispielsweise in Teilen vom Weinviertel ganz anders aus. 


4.) Junge Anlagen - fast nur mehr künstlich bewässert sinnvoll

Jung eingesetzte Bäume benötigen gerade in den Anfangsjahren eine verlässliche Wasser und Nährstoffversorgung - immer mehr Marillenbauern setzen auf künstliche Bewässerung (z.B. Tröpfchenbewässerung). Im Extremfall sterben viele junge Bäume, wenn keine Bewässerung erfolgt - und das passiert auch laufend, leider.  2015 war diesbezüglich ein besonders schwieriges Jahr mit extrem wenig Niederschlag.


5.) Dynamische Entwicklung

Viele Menschen, auch wir, haben das Empfinden, dass die heißen Sommer bzw. die heißen Phasen immer schneller und häufiger wiederkehren - "sich eine neue Dynamik entwickelt hat, die wir vor 5 Jahren noch nicht vorausgesehen haben" (Alexander Van der Bellen, 2019).  

Diese Ausführungen sollen kein Jammern sein. Es soll Ihnen zeigen, dass es unbestritten Veränderungen gibt


Heurige (Buschenschank) ? Einen Heurigenkalender (sogenannte "Top-Heurige") finden sie unter www.top-heuriger.at.  Sie können in unserer Gegend die Weinbaugebiete "Kremstal", "Kamptal" oder "Wachau" verwenden. Mit dem Auto, aber auch mit dem Rad, ist von Rohrendorf aus alles (sehr) schnell erreichbar und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wenn Sie gleich in Rohrendorf bleiben wollen, finden Sie den aktuellen Heurigenkalender HIER.


Zwei der subjektiv besten Heurigen in unserer Gegend, die wir Ihnen unbedingt empfehlen möchten, sind: 


1.) Bioweingut Harm

Am Brunnen 14

A-3508 Krustetten

Tel.: 02739 / 2520

www.weinschwaermer.at   (Der Innenhof ist a Traum!)


2.) Weingut Kitzler 

Lindobelgasse 14 (Kellergasse Rohrendorf)

A-3495 Rohrendorf

Tel.: 02732 / 79686

www.loess.at (Am Winzerhof in der Unteren Hauptstraße 53 in Rohrendorf können Sie auch gleich nächtigen und den kleinen, feinen Wellnessbereich genießen)


Bei beiden Heurigen empfehlen wir eine Reservierung.